Schnarchen tut weh

Schnarchen

Schnarchen kann bitter wehtun. Es hört sich komisch an, ist aber so. Der Schnarcher selber merkt nichts von seinem Desaster, betroffen sind eher die Partner an dessen Seite. Schlaflose Nächte, Verspannungen und Kopfschmerzen sind die bitteren Nachgeschmäcker an der Seite eines Schnarchenden.

Schnarchen sind Schlafprobleme

Schnarchen sind Schlafprobleme, die viele Gesichter und Ursachen haben. In einigen Fällen ist es ein Erschöpfungssymptom, in anderen toben Erkältungen sich aus und wiederum andere Symptome verweisen auf allgemeine Schlafprobleme. Nichts ist schlimmer als schlecht zu schlafen, nach Luft zu ringen oder nur zu dösen und dann in den tiefen Schnarch-Zustand zu fallen. Die häufigsten Ursachen für das Schnarchen sind Entzündungen, Übermüdung, Stress, nervöse Störungen, Angst, Sorgen, Nikotin, Alkohol und Kaffee. Manche Patienten schlafen schwer ein, dafür schnarchen sie sich aber umso intensiver in die Nacht hinein. Betroffen sind die Partner, die neben ihnen liegen und nach Rat suchen. Schnarchen kann wehtun, wenn die Partner morgens völlig belastet aufstehen, sich nicht konzentrieren können, Leistungsabfall verspüren und nur noch müde sind. Der Kopfschmerz nimmt nicht ab und die partnerschaftliche Beziehung oder Ehe leidet mitunter ebenso darunter.

Was Sie tun können bei Schnarchern

Es muss nicht immer eine Schlafapnoe sein, die behandelt werden muss. Für Schnarcher gilt allgemein: Kein übermäßiger Genuss von Alkohol. Sättigen Sie Ihren Magen nicht noch kurz vor dem Einschlafen, sondern wenigstens sechs Stunden vorher. Achten Sie auf das Körpergewicht, denn Übergewichtige haben schneller den Drang nach Schnarchen. Wechseln Sie die Bettwäsche öfter. Das gilt besonders für Allergiker. Ändern Sie Ihre Schlafposition. Für Betroffene, die neben ihrem Schnarcher nicht einschlafen können, gilt: Wechseln Sie das Zimmer. Manchmal helfen Ohrstöpsel. Besonders gut ist ein Kräutertee für den guten Schlaf, bestehend aus Orangenblättern, Melisse und Baldrian. Ein altes Hausmittel ist die Zwiebel. Sie wird in eine Tasse Milch gelegt und erwärmt. Danach trinken Sie die lauwarme Milch mit der durchzogenen Zwiebel in kleinen Schlucken vor dem Einschlafen. Das schmeckt nicht sonderlich gut, hilft jedoch, trotz eines Schnarcher an der Seite selber einschlafen zu können.

Hilfsmittel gegen das Schnarchen

Mittlerweile gibt es eine Reihe unterschiedlicher Hilfsmittel zur Verhinderung des Schnarchens. Die Wirksamkeit jedes einzelnen Produkts ist eher individuell zu betrachten. Die Antischnarch-Sprays oder Tropfen sollen die erschlaffenden Muskeln im Mund-Nasen-Rachen-Raum straffen und befeuchten. Langfristig angewandt, sollen sie für Ruhe im Schlafzimmer sorgen. Der Preis tendiert zwischen 10-20€. Die Schnarch-Nasen-Klammer verbessert den Luftfluss. Es ist gewöhnungsbedürftig, doch für manchen Schnarcher eine Alternative. Mit 25-30 Euro sind Sie dabei, sich das Schnarchen abzugewöhnen. Allerdings muss diese Klammer nach spätestens 6 Wochen erneuert werden. Bekannt ist der Nasenstrip, der über dem Nasenrücken geklebt wird. Die Pflasterenden ziehen die beiden Nasenflügel nach oben, sodass mehr Luft einzieht. Hier sind die Preise recht günstig und empfehlenswert für Schnarcher mit Erkältungs- und Entzündungsherden. Fast 200 Euro kostet der Schnarch-Vibrator.

Die Elektroden werden im oberen Halsbereich angesetzt. Das bewirkt die Anregung des Muskelgewebes. Dieser „Trainingseffekt“ soll das Schnarchen verhindern. Hier gibt es natürlich eine Hemmschwelle: Wer hat gerne im Bett einen Vibrator mit Trainingseffekt? Traumhaft sind andere Vorstellungen. Da kommt das Anti-Schnarch-Kissen wohl eher in Frage. Auch hier spielt der Preis eine Rolle. Für satte 100-300 Euro wird es sich nicht jeder Patient leisten können. Das Kissen ist so konzipiert, dass bei Beginn des Schnarchens der Kopf sofort in eine Lage versetzt wird, die besser positioniert ist und das Schnarchen verhindert wird. Das „smart pillow“ aus Singapur beinhaltet in dem Anti-Schnarch-Kissen einen Sensor, der durch Kissenschaukelbewegungen das Schnarchen einstellt. Na dann viel Glück allen Schnarchern und dessen unmittelbaren Betroffenen.

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