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Rasputin – ein Mann mit besonderen Fähigkeiten

Russland

Grigirij Jefimowitsch Rasputin war von tiefer Religiosität und Spiritualität überzeugt. Er soll stark geprägt sein von Erlebnissen der Gottesmutter, die sich besonders in Träumen offenbarte. Seine hellseherischen und heilenden Fähigkeiten stellte er am Zarenhof erfolgreich zur Schau. Er suchte nach Wahrheit und Erleuchtung. 15 Jahre lang pilgerte er in der Welt umher. Große Meister hatten ihm frühzeitig die heilende Kraft der Götter beigebracht. Dieser Mann hatte von klein auf etwas Geheimnisvolles an sich, das die Menschheit faszinierte und irritierte.

Wer war Rasputin
Rasputin wurde am 10. Januar 1869 in Pokrowskoje in Westsibirien geboren. Als Bauernsohn machte er sich mit siebzehn Jahren auf den Weg des Pilgerns. Er galt als „Tunichtgut“, da ihm nachgesagt wurde, sich oft zu betrinken, Diebstahl begangen zu haben und Mädchen zu schänden. Seine Geschwister starben recht frühzeitig. 1910 verblieb dieser Mann drei Monate im Kloster in der Stadt Werchoturje. Hier entwickelte er eine sehr große Religiosität. Am 22. Februar 1887 heiratete Rasputin die Frau Parskjewa Fjodorowna Dubrownina. Während seiner Pilgerreisen verblieb sie auf dem Bauerngut seiner Eltern. Rasputin zeugte zwei Kinder, Dimitrij und Maria in den Jahren 1895 und 1900, weitere Kinder folgten. Im Jahre 1903 fand er in Sankt Petersburg hohe gesellschaftliche Anerkennung durch seine Heilkraft und die Zahl der Verehrer wurde stetig größer. Johann von Kronstadt förderte seine Begabung. Am 15. Oktober 1906 lud Zar Nikolaus II. Rasputin in seinen Winterpalast ein. Es war das Jahr 1907, als er die Vertraute der Zarin Anna Wyrubowa kennenlernte.

Es war ein bedeutsames Ereignis für beide. Riet Rasputin doch von einer Hochzeit mit dem Marineoffizier A. W. Wyrubow ab, der sie furchtbar zusammenschlug. Für Anna stand fest, dass Rasputin ein Heiliger war und sie auf ihn hören sollte. Der gesellschaftliche Abstieg erfolgte in den Jahren 1908-1912. Es begannen öffentliche Beschuldigungen der sexuellen Entgleisung, auch mit der Zarin Anastasia und vielen Mädchen. Das warf Rasputin um einiges zurück und er begab sich zurück in seine Heimat. Von hier aus besuchte er den Mönch Iliodor im Kloster in Zarizyn. Die Gerüchte wirbelten weiteren Staub auf. Viele Intrigen gegen ihn folgten. Im Jahre 1914 wurde Rasputin mit einem Schwert sehr stark verletzt. Er begann zu trinken und tölpelte stark alkoholisiert durch das Land. Während der Zeit des Ersten Weltkrieges machten die Offiziere Rasputin dafür verantwortlich, der Macht des deutschen Militärs nicht gewachsen zu sein. Am 17. Dezember 1916 wurde Rasputin durch Verwandte des Zaren Nikolaus II. ermordet.

Magie des Rasputins
Rasputin besaß unerklärliche Fähigkeiten, lebensgefährliche Blutungen zum Stillstand zu bringen. Der Zarenhof war davon überzeugt, dass Rasputin ein Heiliger war. Er rettete dem Sohn Alexej das Leben und erlöste die Zarin Alexandra von deren Schlaflosigkeit. Doch Verleumdungen und Tratsch waren seinen negativen Wegbegleiter. Er galt als dummer Bauerntölpel. Ihm wurde vorgeworfen, einen unmoralischen Lebenswandel zu beschreiten. Er wirkte suggestiv und hypnotisch. Er war ein Heiler, Seher und Magus, der durch die Magie seinen positiven Einfluss geltend machte. Seine Heilerfolge wurden wissenschaftlich untersucht und anerkannt. Sie erinnerten an die Praktiken einstiger sibirischer Schamanen. Seine Vorhersagen für die Zarenfamilie und die Monarchie des Landes traten ein.

Der Abt Johannes Trithemius

Kloster

Johannes Trithemius war Abt in den Klöstern Sponheim und Würzburg. Er ging in die deutsche Geschichte als ein brillanter Vertreter des Humanismus ein, aber auch auf der Seite der Geheimen Künste war Johannes Trithemios ein absoluter Experte. In der Legende von Hunsrück gilt er noch heute als Experte, Abt und Zauberer, der sich sogar in alten Schulbüchern noch veranschaulichte. Johannes war der „Schelm in der Kutte“ und durchlebte alle nur denkbaren Phasen eines Lebens. Trithemios kannte die Not genauso gut wie den damaligen Reichtum, auch, wenn dieser Begriff des Reichtums unterschiedlich interpretiert werden kann.

Das Leben des Johannes Trithemius

Johannes Trithemius hieß eigentlich Johannes Heidenberg und wurde am 01. Februar 1462 in Trittenheim geboren. Ein Jahr nach seiner Geburt starb sein Vater. Die Mutter heiratete sieben Jahre später einen Mann, der Johannes verboten hatte, sich zu bilden. Ihm wurden viele Steine in den Weg gelegt, und doch blieb die Vision in ihm nicht aus. Als Junge träumte er von einem anderen Jüngling im weißen Gewand. Es erschienen zwei Tafeln und Johannes musste sich für eine endscheiden, also beherzte er jene mit Buchstaben. Für Johannes Trithemius hieß das, dass er sich doch auch gegen den Willen des Stiefvaters bilden sollte und so lerne er im Geheimen die Sprachen Latein und Griechisch. Johannes entfernte sich im 17. Lebensjahr von seinem Elternhaus und begab sich auf die Suche nach Bildungseinrichtungen und Lehrern.

Im Jahre 1482 gelangte Johannes Trithemius in die Benediktinerabtei in Sponheim, wo er nach kurzer Zeit bereits zum 25. Abt des Klosters erwählt wurde. Mit seiner Wahl veränderte sich auch im Kloster einiges. Die Leichtlebigkeit verfiel und Ordnung, Disziplin und Aktivitäten traten ein. Bald wurde seine Durchsetzungsfähigkeit bekannt, sodass sich die umliegenden Klöster für ihn interessierten. Er wurde Visitator der Schwesternklöster. In Ausübung seiner Tätigkeiten als Abt, Visitator, Prediger und Redner interessierten ihn nicht nur die Reisen durch Deutschland und die anliegenden Staaten, sondern auch der Aufbau der Bibliotheken. Zunächst waren lediglich 48 Bücher vorhanden, doch schon bald vermehrten sich diese auf eine stattliche Anzahl von über 2000 Exemplaren. Johannes Trithemius wurde weit über Europa hinaus bekannt und der Ruhm seines Bücherschatzes zog große Persönlichkeiten wie Kaiser, Kurfürsten und Wissenschaftler an. Mit dem Ruhm kamen auch die Unruhe und damit die Auseinandersetzungen im Kloster Sponheim. Im Jahre 1506 wurde Johannes Trithemius ins Schottenkloster Sankt Jakob in Würzburg geholt und auch hier zum Abt ernannt. Johannes fand hier bis zu seinem Tod im Jahre 1516 seine neue Heimat, doch er vermisste die Bibliotheken und verbitterte jeden Tag mehr.

Das Pro und Contra seines Wirkens

Seine Leidenschaft zur Bildung bewegte ihn dazu, Sinnsprüche in verschiedenen Sprachen in die Wände der Bibliotheken zu meißeln. Es war fast eine antike Orakelstätte für ihn und die Gäste. Trithemius sah sich dazu auserkoren, das druidische Erbe der Germanen zu bewahren und einen großen Teil dessen in die Klöster einzubringen. Im Jahre 1500 hatte Johannes Trithemius zwei Teile seiner wohl seltsamsten Bücher geschrieben: „Steganographia“. Es waren Geheimschriften mit den Spekulationen auf magische Zeichen, Buchstaben und Zahlen. Seine Kapitel enthielten weiterhin geheime Botschaften, die derart weise chiffriert waren, dass es lange Zeit kostete, die Geister in ihnen zu sehen. Beispielsweise waren es Geisternamen aus der Kabbalah, aus dem Salomonis und aus dem Hermes-Werken. Er ließ sich von unverfälschten Wahrheiten und galt als kühnster Geschichtenschreiber aller Zeiten.